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zuletzt
aktualisiert
am: 29.02.2008
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Zur Gruppenhaftigkeit des Menschen
Die
Evolution hat den Menschen zu einem Gruppenwesen entwickelt.
Unserer genetische Ausstattung erwartet sozusagen, dass wir als Menschen,
auf ein Umfeld stoßen, innerhalb dessen es uns möglich
sein würde, erfolgreich zu agieren, weil wir dazu in der Lage sind
Die komplexität der inneren Zusammenhänge dieser "Modell-Gruppen"-Perspektive kann und soll hier nur angedeutet werden. Das "Ganze" ist sowohl als Ganzes, wie auch in der Summe seiner Teile, nicht ganz einfach zu durchschauen.
Unser menschliches "Betriebssystems" (für Gruppen), wird uns bei unserer
"Auslieferung" gewissermaßen schon "vorinstalliert" bei unserer Geburt mitgeliefert.
Als Gruppen-Wesen "funktionieren" wir am besten, wenn
wir mit einer kleinen
Anzahl anderer Träger dieses "Betriebssystems" vernetzt sind.
Betrachtet man, diese in jedem von uns genetisch fixierten
Möglichkeiten und Vorausetzungen, Probleme gemeinsam
in einer (kleinen) Gruppe zu bewältigen, als etwas ursprünglich "Ganzes", so ergibt diese "Modell-Gruppen"-Perspektive auch einen neuen Sinnzusammenhang für das einzelne Individuum in der heutigen Massengesellschaft.
Solange sich das Interesse dieser gedachten (kleinen) Modell-Gruppe auf ihre eigenen Belange richtet, wie
z.B. bei Schrebergärtnern und Sportvereinen etc. ist alles klar und einfach.
Innerhalb dieser Klein-Gruppen-Zusammenhänge definieren die Mitglieder
sich und ihre Anliegen auf eigenständige und interaktive Weise gegenseitig selbst.
Diejenigen,
die die Entscheidungen getroffen haben, sind von den darauß
folgenden Konsequenzen auch selbst betroffen.
Die strukturelle Eigenheit von Gruppenzusammenhängen, bieten zwar
einerseits die beste Voraussetzung für eine problemlösungsorientierte
Interaktion zwischen Menschen.
Sie birgt jedoch zugleich die Gefahr der "Überdehnung" und
"Anmaßung" in sich, wenn wir versuchen uns auf unreflektive und kleingruppenhafte
Weise, auf gesellschaftliche Makro-Strukturen einzuwirken.
Das Ziel und der Weg dahin sind es, Strukturen zu bauen und Rahmenbedingungen zu setzen, innerhalb derer wir uns als Menschen
bestmöglich entfalten können, um so die Krise der Gesellschaft zu überwinden.
Die Rückbindung an die Gruppe
Die Welt aus der Gruppen-Perspektive betrachtet
Das Wort religio
hatte im Lateinischen die unterschiedlichsten Bedeutungen: "Gottesfurcht",
"Frömmigkeit", "Heiligkeit", aber auch "Rücksicht", "Bedenken",
"Skrupel",
"Pflicht", "Gewissenhaftigkeit""Aberglaube".
oder
Nach Cicero (De Natura Deorum 2, 72; 1. Jh. v. Chr.) geht religio
zurück auf relegere,
was wörtlich "wieder
auflesen, wieder aufsammeln, wieder aufwickeln", im
übertragenen Sinn "bedenken,
Acht geben" bedeutet.
Etwa 350 Jahre nach Cicero führt der christliche Apologet
Lactantius (Divinae Institutiones 4, 28) das Wort religio dagegen
zurück auf religare:
"an-,
zurückbinden". Mögliche
ursprüngliche Bedeutungen von "Religion""frommes
Bedenken" oder die "Rückbindung"
an einen von Gläubigen an-
bzw. wahrgenommenen universellen göttlichen
Ursprung oder an sonstiges
Höheres."
sind
demnach
Als "Rückbindung"
an
ein "sonstiges Höheres", könnte beispielsweise auch
die
genetisch fixierte, emotionale Bindungsbereitschaft an andere
Gruppenmitglieder, bzw. an die Gruppe gesehen werden. Das Gefühl von Empowerment wäre nach dieser Betrachtungsweise eine Reaktion unseres menschlichen
"Gruppen-Belohnungssystems", welches nach einem
gelungenen kommunikativen Abstimmungs- und "Ver-Handlungs-Prozess"
einen inklusiven Impuls
zum gemeinsamen Handeln verstärkt. Gruppenmitgliedern
zugleich ein (gemeinsames) Gefühl vermiitelt,
nicht nur "befähigt zu sein" zu handeln, sondern sich auch stark
und ermächtigt zu fühlen, diesem sich gruppenhaft
vertstärenden Impuls, durch gemeinasames Handeln,
auszuagieren.
Das Bedürfnis und die Fähigkeit zum "Empowerment" und der damit einhergehenden
"Rückbindung" an etwas
Höheres,-
nicht nur der Gruppe, sondern z.B. auch einer gemeinsamen Aufgabe
oder Idee, scheint z. Z. , innerhalb unserer säkularen,
gesellschagftlichen
Makro-Strukturen, nicht (mehr) hinreichend befriedigt werden zu können.
Falls Gott die Welt geschaffen hat,
war seine Hauptsorge sicher nicht,
sie so zu machen, dass wir sie verstehen können.
Albert Einstein
14.03.1879 - 18.04.1955
deutscher Physiker und Nobelpreisträger
Ein oft problematisierter Aspekt dieser Aussage Einsteins, ist die scheinbar im Widerspruch zu einer "göttlichen Schöpfung" stehende Evolutionstheorie.
Viele Gläubige scheinen die eigene mentale Begrenztheit als Glaubensmaßstabmaßstab für alle anderen setzen zu wollen. Auf diese Weise, gewissermaßen ausschließlich den "handwerklichen" Schöpfungsfähigkeiten Gottes zu huldigen, bedeutet jedoch zugleich die Schöpfungskompetenzen Gottes, bezogen auf sehr viel komplexere Entwicklungssysteme, wie z.B. dem der Evolutionstheorie, zu entwerten, bzw. zu negieren.
Wenn
Gott die Welt erschaffen hat, weshalb soll er sie nicht zugleich auf
ebenso bescheidene, wie geniale Weise erschaffen haben, indem er sie so
angelegt hat, dass ihren Geschöpfen die Freiheit gegeben ist, sich
nach evolutionären Gesetzmäßigkeiten selbst
weiter zu entwickeln.
DIE ZEIT vom 14. September 2006 / Nr. 38 WISSEN / Seite 43
Ethik ohne Gott
von Philip Kitcher
» ethik_ohne_gott.pdf
Altruismus gibt es demnach nicht nur bei Menschen
Berliner Zeitung vom 27.06.2007
Wissenschaft - Seite 12
Kerstin Viering
Prinzip Menschlichkeit
von Joachim Bauer
Aus einer Rezension des humanistischen Pressedienst
Evolutionstheorie
28 Nov 2006 -10:07 Nr. 595
Fazit:
Die Erkenntnisse der Neurobiologie lassen hoffen:
nicht die Religionen, noch die hehre Vernunft sind es, die den Menschen zum „menschlich" sein erziehen müssen.
Die humanistischen Prinzipien und Werte haben ihre Grundlage im
Gegenteil im Wesentlichen in der angeborenen Natur des Menschen.
Sie erhalten somit ihre Legitimation über den einfachen Anspruch, dieser Natur auch gerecht zu werden.
Zum einen wäre es daher notwendig, die angeborene Natur des Menschen
und die daraus erwachsenden Bedürfnisse zu erkennen, und zum anderen,
sie in der Erziehung nicht zu unterdrücken, sonder frei zur Entfaltung
zu bringen.
Vielleicht ist dies die wichtigste Erkenntnis, die sich aus „Prinzip Menschlichkeit" ziehen lässt.
Anna Ignatius
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Zur Internet Seite von Prof. Dr. med. Joachim Bauer, Freiburg
Lob der Schule
Sieben Perspektiven für Schüler, Lehrer und Eltern
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Übersetzung einiger Folien und Übersichten aus dem Trainings-Manual von
Norm Green
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¨Kooperatives Lernen bedeutet, dass sich Schülerinnen und Schüler
gegenseitig bei der Arbeit unterstützen und gemeinsam zu Ergebnissen
gelangen.
Dies geschieht in Partner- oder Gruppenarbeit .
In
gut strukturierten Lerngruppen wird unter Zuhilfenahme von zahlreichen
Methoden ein hohes Aktivierungsniveau der Lernenden erreicht mit
nachhaltigen Erfolgen im kognitiven Bereich.
Problemlöse- und
Sozialkompetenz werden gleichermaßen aufgebaut und führen häufig zu
einem positiveren Selbstbild der Lernenden. Grundvoraussetzung für die
erfolgreiche Arbeit in Gruppen ist das Schaffen eines förderlichen
sozialen Klimas mit positiven Abhängigkeiten unter den
Gruppenmitgliedern.¨
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