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045_konstruktiv

zuletzt aktualisiert  
am: 10.07.2009  

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Als PDF-Datei: 2009-06-10_kommunikative [34 kb]  

Die „Kommunikative“ entsteht durch einen konstruktiven Wechsel,
von der Kampagnen- zur Prozess-Kultur?

Es mutet uns im Nachhinein vielleicht tragisch an, wenn wir heute wissen, wie viele Menschen sinnlos gestorben sind, weil Skorbut bis ins 17. Jahrhundert für eine ansteckende Krankheit gehalten wurde.

Jahrhunderte lang litten und starben die Seeleute an dieser Mangelkrankheit, obwohl das Vitamin C reiche Sauerkraut während der ganzen Zeit zur Verfügung stand. (Schon die alten Griechen und Römer kannten es!)

Das alles ist lange her, ebenso wie die "Machtübergabe" an die Nazis.

Den damaligen Politikern ist sicherlich kein Vorwurf daraus zu machen, wissenschaftlich nicht hinter den Spiegel des Verhaltensforschers Konrad Lorenz geschaut haben zu können, dessen Know-how offensichtlich genügte, um aus einem Volk eine "Gruppe" - die Volksgemeinschaft - mit dem Mittel der Ausgrenzung, zusammenzuschmieden.

Politikern von heute sollte dieses Wissen jedoch zur Verfügung stehen, welches aktuell von sämtlichen Neurowissenschaftlern, unter dem neuen Vorzeichen des „social brain, bestätigt wird.
(Z. B. durch Joachim Bauer)

Wie sich dieses Grundlagenwissen in praktische Handlungs-Konzepte übersetzen und übertragen lässt, ist unter folgenden Links nachzulesen:

Das Klima - und Beschäftigungskartell
http://gattel-stiftung.de/de/048_klima-jobs.html


Politik-Schule-Internet im Agenda21 Prozess
http://gattel-stiftung.de/de/042_psi-21.html


Gattel-Stiftung als Bürgerstiftung-Mitte
"Die These Jürgen Habermas’: "Kommunikative Macht wird ausgeübt im Modus der Belagerung", verliert rasant an Bedeutung, da öffentliche Diskussionen und politisches Engagement zunehmend an den Parteien vorbei laufen, wie dies in der Sendung MONITOR vom 08.01.2009 gezeigt wurde."

http://gattel-stiftung.de/de/041_gattel-stiftung.html

Wie lässt sich Politik wieder "gesellschaftsfähig" und umgekehrt die Gesellschaft wieder politikfähig machen?
http://gattel-stiftung.de/de/047_waehler-dialog.html

Dazu mein Kommentar in folgendem Blog:

Habermas 2.0 - Strukturwandel der Öffentlichkeit reloaded

http://weblog.histnet.ch/archives/892

http://weblog.histnet.ch/archives/892/comment-page-1#comment-56788

•  Albert Reinhardt meint: 22. Juni 2009

Kommunikative Macht wird ausgeübt im Modus der Belagerung”, aber hoffentlich nicht mehr lange!

Um unsere „Anschlussfähigkeit“ als Bürger, gegenüber dem Staat wieder zu erlangen, sollten die Legislative, Judikative und Exekutive, durch eine „Kommunikative“ ergänzt werden, um so den formalen Rahmen für einen informellen, „herrschaftsfreien Diskurs“ zu schaffen.

Mit Hilfe von, unter notarieller Kontrolle stehender EDV-Institute, werden neben den Wahlentscheidungen für eine Partei, auch die Wähler selbst registriert und anonymisiert, (sodass ihre “Stimme” nicht mehr verloren geht).

Auch könnte dadurch, dem im GG zugesicherten “geheimen Wahlrecht”, besser entsprochen werden, da über die “Wahlentscheidungen” der Nichtwähler, nicht mehr wie jetzt noch üblich, durch Abhaken der Wähler, offen Buch geführt werden könnte.

Durch die “Kommunikative” entstünden Möglichkeiten für eine Reihe neuer Formen der Beteiligungs-Kultur, wie z. B. dem des Kumulierens von Sachthemenstimmen.

Durch die Unterfraktionierung der Fraktionen könnten die Wähler, sowohl die Fluktuation von Themen steuern, wie auch die von Politikern, die sich zu diesen zuvor positioniert haben.

Ferner sollten sich die Parteien zu ihren eigenen Pro- und Contra-Positionen regelmäßig das Feedback ihrer Wählerschaft geben lassen.

Ob wir zukünftig etwas als “sozial” bezeichnen, wird weniger im Zusammenhang von materieller Verteilungsgerechtigkeit stehen, sondern sich daran ermessen, wie “frei, gleich und geschwisterlich” die Zugänge zu einem “Öffentlichen Diskurs” gestaltet sind. Es gilt also - strukturell betrachtet - die “asozialen” Umgangsformen zwischen Bürgern und Parteien zu überwinden.

Ferner droht die Gefahr, dass falsche Helfer, versuchen, die richtigen Methoden für sich perspektivisch zu monopolisieren.

 Z. B. die Bertelsmann Stiftung siehe unter:
http://www.buergerforum2009.de/

Die Partei, welche ihren Wählern als erste ein weitreichendes Angebot machte, sich mit ihr in einen konstruktiven Kommunikationsprozess zu begeben, anstatt zu versuchen sie mittels Kampagnen manipulativ zu beeinflussen, hätte in Zukunft ein ähnliches Alleinstellungsmerkmal, gegenüber den Mitbewerbern auf dem politischen Markt, wie die GRÜNEN/Bündnis90 beim Umweltschutz.

Albert Reinhardt