*
Direkt zur Inhaltstabelle, alle Navigationslinks überspringen
Bild von Löwenkopf

Gattel-
      Stiftung

Kiez-
     Atlas- Mitte

Bi-
     Tetraeder

kon-
      struktiv

mensch-
      lich

Wähler
    - Dialog

Jobs
  + Klima

Sonst-so

mit dem Faden geht es aufwärts

nach oben
zur Hauptseite zur Hauptseite zur Hauptseite zur Hauptseite zur Hauptseite zur Hauptseite
«  home Aktuelles Bei Gattels VNP/pa58 Perspektiven Mitte
.Perspektiven/ 
041_gattel-stiftung

zuletzt aktualisiert  
am: 19.01.2009  

*
Ideenskizze für die Gattel-Stiftung

2008-ideenskizze-gattel_farb.pdf [154 KB]
       Druckversion dieser Seite
2009-01-15_pik.pdf

15.01.2009    

Gattel-Stiftung als Bürgerstiftung-Mitte

Unsere Wünsche 
sind die Vorgefühle der Fähigkeiten, 
die in uns liegen, 
die Vorboten desjenigen, 
was wir zu leisten imstande sein werden.

Johann Wolfgang von Goethe

Die zur Gründung notwendige Stiftungsmasse soll durch die Überschreibung des Grundstücks Prinzenallee 58 vom Land Berlin auf die „Gattel-Stiftung i.G.“ erfolgen.

“Auch Genies brauchen Hilfe“
lautet ein Artikel aus der Berliner Zeitung vom 09.01.2009. 
Der Sozialforscher Michael Hutter erläutert darin die Bedeutung von 
Gemeinschaften für Kreativität.

Der Wunsch, die Bedeutung von Gemeinschaften für Kreativität auch im politischen Raum weiter zu entwickeln, scheint in jüngster Zeit, vor allem durch die Erfolge Barak Obamas, neu inspiriert worden zu sein.

Die These Jürgen Habermas’: "Kommunikative Macht wird ausgeübt im Modus der Belagerung", verliert rasant an Bedeutung, da öffentliche Diskussionen und politisches Engagement zunehmend an den Parteien vorbei laufen, wie dies in der Sendung MONITOR vom 08.01.2009 gezeigt wurde.

http://www.wdr.de/tv/monitor/

MONITOR-Spezial im Wahljahr 2009
„Kreuz gemacht und abgehakt - Demokratie ohne Demokraten?
Ein Auto muss man tanken, klar, sonst fährt es nicht. Eine Blume gießen. Aber Demokratie, die läuft immer, wächst und macht sich von selbst? Demokratie braucht Bürger mit eigenen Ideen und persönlichem Einsatz. Volkspartei, so hieß das mal. Die großen Bundestagsparteien haben heute so wenig Mitglieder wie nie.“

Mit ihrem neuen Internetauftritt unter dem Motto, - „Das Herz schlägt online“ -, scheint die SPD die Strategie zu verfolgen, sich mittels interaktiver Internet-Technik, gegenüber den anderen Parteien einen Vorteil zu verschaffen. Ob sich jedoch so der Kontakt und die Bindung zum Bürger perspektivisch wirklich positiver gestalten lassen, bleibt fraglich, da die „Verfahrensmacht“ nicht durch „bürgerschaftliche“, - finanziell und politisch unabhängige und neutrale -, institutionelle Strukturen gewährleistet und kontrolliert wird, sondern, nach wie vor, vom „good will“ der Partei abhängig bleibt. Diese Form der „vorbehaltenen Verfahrensmacht“ der Parteien gegenüber „den Bürgern“ befreit den Bürger noch nicht vom „Modus der Belagerung“, signalisiert ihm stattdessen fortgesetzt den Mangel eigener „Souveränität“ und wird so, im Gegenzug, wiederum „bürgerschaftliche Vorbehalte“ erzeugen. Den Weg, weg von der „vorbehaltenen Verfahrensmacht“ des Staates, hin zur „vorgehaltenen Verfahrensmacht“ durch die Bürger selbst zu beschreiten, ist längst überfällig und wird mit der Dauer seiner Prokrastination (Aufschieben) nicht einfacher werden.

Die vorhanden sub-optimalen Kommunikations-, Entscheidungs- und Handlungsstrukturen, auf die Bürger und Politiker zurzeit im Umgang miteinander noch beschränkt werden, lassen den Bürger tendenziell verunsichert und verängstigt zurück.

Um die Verständigungsmöglichkeiten zwischen Bürgern und Politikern wieder zu verbessern, ist es wesentlich, dass zukünftig politisch und finanziell unabhängige NGOs, wie Bürgerstiftungen, die Trägerschaft von Beteiligungsverfahren übernehmen. Die erforderliche technische und finanzielle Ausstattung ist zunächst in Form einer staatlich (vor-)finanzierten Infrastruktur bereitzustellen, die sozusagen zugleich nicht nur die „Hardware“ und das „Betriebsystem“ darstellt, sondern auch über die Lizenzen der verschiedenen Beteiligungsverfahren verfügt, um alles gemeinsam als „Open Source“ zu sichern und um einen möglichst breiten und gleichberechtigten Zugang der Bürger zu gewährleisten. Die Beteiligungsverfahren einer „freien und fairen Bürgergesellschaft“, sollten daher strukturell unabhängig sein von der Wirtschaft, staatlichen Institutionen und Partein, (ebenso, wie von Stiftungen aus den entsprechenden Umfeldern).

Verfahren, wie beispielsweise das der „Direkten Demokratie“ und der „Bürgerplattform“ (Saul Alinsky/ Community Organizing von 1936) bieten bereits ein ausgezeichnetes Instrumentarium für die Beteiligung von Bürgern. Die bisherigen Verfahrensträger sollten sich und ihre Verfahren zunächst überprüfen, inwieweit sie sich noch dem „Modus der Belagerung“ gegenüber den Parteien verpflichtet sehen oder ob sie sich in den jeweiligen gemeinsamen Rahmen von Bürgerstiftungen integrieren möchten, bzw. sich aktiv am Aufbau und dem zu erwartenden Erfolg dieser neuen Modell-Struktur, des Modus der Partizipation, Integration und Kooperation (PIK-Modus) beteiligen wollen.

Es liegen bereits zwei Beteiligungsverfahren vor, welche dem PIK-Modus entsprechen. Die Bindung der Bürger an ihren Staat als Gemeinwesen zu lernen und zu verbessern wird durch diese wesentlich begünstigt:

1.    PSI-21 (Politik-Schule-Internet im Agenda21 Prozess), ist 
ein Konzept zur Umsetzung der "Bildungs-Republik Deutschland" für Schüler und

2.    „Dialogkratie“ ist ein Wähler-Parteien-Dialogverfahren

Diese Beteiligungsverfahren werden im Brief vom 31.Oktober 2008 an die Bundesregierung erwähnt und auf der Startseite 
www.gattel-stiftung.de weiter ausgeführt.

Öffentliche Kommunikation im PIK-Modus verstößt zwar gegen die, in unserer Demokratie bisher bekannten und erprobten Konventionen, welche sich zwischen der Politik und den Medien so eingeschliffen haben, dass sie aus den Bürgern Zuschauer und Konsumenten machen, deren politische Meinungen demoskopisch abgeschöpft und benutzt werden, als ginge es um Waschmittel-Marketing. Durch diese Entwertung werden wir Bürger letztlich latent in unserer Würde verletzt. Dass diese Entwürdigung (bei den meisten Menschen) nicht durchschlägt und sie krank macht, liegt wohl nur daran, dass jeder Einzelne während seiner Jugend zum „Ohne-Michel“ und „Zuschauer-Demokrat“ geprägt wurde und alles schon deshalb als normal empfindet, weil es allen anderen ja schließlich auch nicht besser geht.

Wir Menschen haben uns im Laufe unserer Evolution zu Gruppen-Wesen entwickelt. Dies bedeutet, dass unsere genetische Ausstattung erwartet, dass wir uns in einer Umwelt bewegen werden, in der wir gruppenhaft unser Empowerment entfalten können. Und es bedeutet, dass diese Ausstattung fixiert ist, - es also sinnvoller ist, unsere äußeren Mega-Strukturen auf diese Ausstattung auszurichten, als umgekehrt, diese zu belasten und unsere Lebensenergie und Lebensfreude durch kompensatorische Anpassungen zu vergeuden.

Aus dem gescheiterten Experiment der DDR lässt sich nachvollziehen, wie es durch eine massenhafte Bevormundung der einzelnen Bürger, also ihrer Missachtung als soziale Wesen, dazu kommt, dass diese sich (latent) widersetzen, flüchten oder in die Passivität gedrängt werden, bis zuletzt der repressive Staat selbst in sich zusammenbricht.

Durch die Ausstattung mit unserem Gruppen-Betriebssystem sind wir nicht nur bestens befähigt, gemeinsam über Handlungs- und Lösungskonzepte zu kommunizieren, sondern fühlen uns, sobald wir uns über eine gemeinsame Vorgehensweise verständigt haben, auch dazu ermächtigt das zu lösende Problem, gemeinsam an einem Strang ziehend, zu bewältigen.

Die Gattel-Stiftung als Medium zwischen Bürger und Parteien wäre ein strukturelles Modell für weitere Bürgerstiftungen dieser Art und somit nicht nur wichtig für Berlin, sondern für ganz Deutschland. Auch wäre in Berlin Mitte die gesellschaftliche Mitte, wie bei einer Gauß'schen Glockenkurve, durch ihre Ränder definiert. Hier wurde die Erinnerung an die jüdische Hutfabrikanten-Familie Gattel wach gehalten und das Fabrikgebäude durch die Hausbesetzer vor dem Abriss bewahrt.

Das Nachbarschaftshaus Prinzenallee war lange Zeit ein Leuchtturmprojekt, - nicht nur für den Kiez.

Das Grundstück Prinzenallee 58 liegt am Rand des (neuen) Bezirkes Mitte, im Soldiner Kiez, welcher 2008 als  Verkehrszelle mit dem Rang 319 den letzten Platz des Monitoring Soziale Stadtentwicklung in Berlin belegte.

Allein schon das „Darwin Jahr“ und die 20igste Jährung des „Falls der Mauer“ böten hinreichende Jubiläumsanlässe zur Gründung der Gattel Stiftung als Bürgerstiftung für Berlin Mitte.

Die verantwortlichen Politiker auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene mögen den Bürgern in Berlin Mitte beim Aufbau dieses neuen Instruments bürgerschaftlichen Engagements als  „Paten“ zur Seite stehen und ihnen die notwendige (Start-)Hilfe zur Selbsthilfe gewähren.

Albert Reinhardt     
albert-reinhardt@psi-21.de    


Briefe und Ideen

 2009-01-15_pik.pdf
      Druckversion dieser Seite

2008-11-17_be_koscher.pdf
     Faltblatt zum Projekt PSI-21

2008-10-31_an_die_bundesregierung.pdf
     Brief an die Deutsche Bundesregierung

2007-12-06_bm_c-hanke.pdf
        Brief an an den Bürgermeister von Berlin Mitte,
        Christian Hanke, anlässlich des 95-zigsten
        Geburtstages von Anni Wolff
(04.01.1913), der in Israel lebenden
        Tochter von Richard Gattel.

1989_09_01_kkr-wedding.pdf
        Brief an den Kreiskirchenrat Wedding

1988-06-01_anni-an-spiller.pdf
        Brief von Anni Wolff an den damaligen 
        Bürgermeister von Wedding Jörg-Otto Spiller

1990-03-11_h-j-vogel.pdf 
        Brief an Dr. Hans-Jochen Vogel

1996-08_die-parteien-dialogfaehig-machen.pdf

2008-ideenskizze-gattel_farb.pdf [154 KB]
2008-ideenskizz-gattel_gr.pdf [173 KB]
1988-idee-gattel-stiftungung.pdf [90 KB]

Entwicklungshintergrund:
1982-04-das-nachbarschaftshaus.pdf


www.tagesspiegel.de | Soziale Stadt | 18.1.2009   

Obama: Nachbarn an die Macht

Hausfrauen verhandeln im Rathaus, Rentner werden aktiv: Nachfolgend beschreibt Barack Obama, der vor 20 Jahren als "Community Organizer" gearbeitet hat, wie Bürger und Gemeinwesenarbeiter ihre Stadt retten können.

Von Barack Obama    

Der neue US-Präsident, der am Dienstag vereidigt wird, hat vor gut 20 Jahren in Chicago als „Community Organizer“ gearbeitet, als Gemeinwesenarbeiter. Vergleichbar mit einem Quartiersmanager hat Barack Obama die Bewohner der armen Viertel dabei unterstützt, ihre Lage zu verbessern. Hier schreibt er, was andere Städte – wie Berlin – davon lernen können.  ...weiter

Übersetzung: Jonas Flötotto und Herbert Scherer. Der Text, den wir hier in Auszügen wiedergeben, stammt aus der Zeitschrift „Illinois Issues“ von 1988.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 19.01.2009)


Pressemitteilung Nr. 352/2008
Veröffentlicht am 28.11.2008
Thema: Familie, Freiwilliges Engagement

Ursula von der Leyen:

"Bürgerstiftungen schaffen eine Kultur der lebendigen Nachbarschaften"

Bundesfamilienministerium fördert mit Initiative Bürger- und
Gemeinschaftsstiftungen Ost bürgerschaftliches Engagement in Ostdeutschland

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startet morgen (29. November 2008), am 6. Sächsischen Stiftungstag, offiziell die Initiative Bürger- und Gemeinschaftsstiftungen Ost. Ziel ist es, den Stiftungsboom in
Westdeutschland noch stärker als bisher auch auf die ostdeutschen Bundesländer zu übertragen.

"Bürgerstiftungen sind eine einzigartige Erfolgsgeschichte", sagt
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. "Egal ob Zeit, Geld oder pfiffige Ideen - in Bürgerstiftungen kann sich jeder einbringen. Gut zehn Jahre nach der Gründung der ersten Bürgerstiftung in Deutschland engagieren sich heute über 13.000 Bürgerinnen und Bürger in einer Bürgerstiftung. Mit unserer neuen Initiative schaffen wir in Ostdeutschland klarere und übersichtlichere Strukturen der Informationen und Angebote. Immer mehr Menschen übernehmen Verantwortung für das eigene Umfeld und stoßen Veränderungen vor Ort an - persönlich und nachhaltig", so die Bundesministerin.

Die Initiative Bürger- und Gemeinschaftsstiftungen Ost bietet in erster Linie Beratung zu Themen wie Satzungsgestaltung, Fundraising sowie Öffentlichkeits- und Projektarbeit. Darüber hinaus vermitteln die beiden Büros in Dresden und Berlin
regionale Ansprechpartner und vernetzen Gründungsinitiativen mit bestehenden Bürger- und Gemeinschaftsstiftungen in der Region. Das neue Projekt ist angebunden an die Initiative Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Kooperationspartner ist die Bürgerstiftung Dresden. Das Bundesfamilienministerium fördert das Projekt im Rahmen der Initiative ZivilEngagement.

In Bürgerstiftungen engagieren sich Bürgerinnen und Bürger gemeinschaftlich für ihr direktes Lebensumfeld. Sie alle verbindet das gleiche: Sie setzen sich ein für andere und helfen Menschen, die Hilfe benötigen. Zentrale Schwerpunkte der Arbeit sind die Bereiche Kinder und Jugendliche, Soziales und generationenübergreifende Projekte. Die erste Bürgerstiftung in Deutschland wurde 1996 gegründet. 

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen  hat   inzwischen 166 Bürgerstiftungen mit seinem Gütesiegel ausgezeichnet,
17 davon in Ostdeutschland.

Insgesamt beträgt das Stiftungskapital derzeit rund
100 Millionen Euro.

Informationen zur neuen Initiative
Bürger- und Gemeinschaftsstiftungen Ost
finden Sie vom 29. November 2008 an unter www.gemeinschaftsstiftungen-ost.de


 www.netzwerk-gemeinsinn.net  07.04.2008  

Community Organizing als Wahlkampfmittel

Geschrieben von Wolfgang C. Goede     

"In der Tradition des Community Organzing ist es Gesetz: Hier die Bürger, dort die Politiker - die Grenze ist wie eine Mauer. Ein Community Organizer, der sie überspringt und in die Politik geht, gilt als treuloser 'verlorener Sohn'." ... weiter